LOSLÖSUNG

Loslösung ist eine Tugend, die dem Menschen hilft, innerlich frei zu werden. Sie bedeutet, dass wir lernen, uns nicht von Besitz, Erwartungen, Meinungen anderer Menschen oder von unserem eigenen Ego beherrschen zu lassen. Loslösung heißt jedoch nicht, dass wir uns von der Welt abwenden oder uns nicht mehr um Dinge und Menschen kümmern. Vielmehr geht es darum, mitten im Leben zu stehen und zugleich im Herzen frei zu bleiben.

Ein losgelöster Mensch erkennt, dass materielle Dinge, Erfolg oder Anerkennung zwar ihren Platz im Leben haben können, aber nicht das Zentrum unseres Glücks bilden sollten. Wenn wir lernen, nicht an ihnen zu hängen, gewinnen wir inneren Frieden und Klarheit. Wir können Entscheidungen ruhiger treffen und sind weniger abhängig von äußeren Umständen.

Loslösung zeigt sich auch darin, dass wir offen bleiben für Veränderungen und bereit sind, Erwartungen loszulassen. Wenn Dinge anders verlaufen als geplant, können wir lernen, flexibel zu reagieren und Vertrauen zu behalten. Dadurch entsteht eine Haltung von Gelassenheit und innerer Stärke.

Diese Tugend hilft uns außerdem, großzügiger und liebevoller zu handeln. Wer nicht an Besitz, Stolz oder Recht-haben-wollen festhält, kann leichter teilen, vergeben und anderen dienen. Das Herz wird freier für Mitgefühl, Dankbarkeit und Freude.

Loslösung bedeutet letztlich, sich auf das Wesentliche auszurichten: auf geistige Werte, auf das Gute im Menschen und auf das Wachstum der eigenen Seele. Indem wir Schritt für Schritt lernen loszulassen, entwickeln wir eine innere Freiheit, die uns hilft, sowohl in schwierigen als auch in glücklichen Zeiten im Gleichgewicht zu bleiben.

 

Wie kann man Loslösung üben?

Loslösung ist eine Tugend, die im Alltag Schritt für Schritt entwickelt wird. Kleine Übungen im täglichen Leben können helfen.

Beispiele für Kinder

Teilen lernen: Ein Spielzeug oder Süßigkeiten mit anderen teilen, auch wenn man sie selbst gerne behalten würde.

Fair bleiben: Beim Spielen akzeptieren, wenn man einmal verliert.

Dankbarkeit üben: Sich über das freuen, was man hat, statt sich mit anderen zu vergleichen.

Loslassen lernen: Wenn ein Spiel endet oder etwas nicht klappt, ruhig bleiben und etwas Neues beginnen.

Beispiele für Erwachsene

Nicht an Anerkennung hängen: Gute Dinge tun, ohne unbedingt Lob zu erwarten.

Einfach leben: Sich bewusst machen, dass Glück nicht von Besitz abhängt.

Gelassen mit Problemen umgehen: Schwierigkeiten als Gelegenheit zum Lernen sehen.

Vergeben: Ärger oder alte Kränkungen loslassen.

Zeit für das Geistige nehmen: Gebet, Meditation und das Lesen heiliger Schriften helfen, das Herz auszurichten.

 

 

Was nützt Loslösung?

Loslösung bringt viele positive Wirkungen:

mehr inneren Frieden und Gelassenheit

größere Freiheit von Sorgen und Vergleichen

die Fähigkeit, klare Entscheidungen zu treffen

mehr Großzügigkeit und Mitgefühl gegenüber anderen

Wer losgelöst ist, wird weniger von Angst, Stolz oder Besitzdenken bestimmt. Dadurch entsteht Raum für Freude, Dankbarkeit und Vertrauen.

Im Bahá’í-Verständnis entwickelt der Mensch in diesem Leben geistige Eigenschaften, die ihn auch in der nächsten Welt begleiten. Tugenden wie Liebe, Geduld, Demut und Loslösung sind gewissermaßen „geistige Fähigkeiten“ der Seele. Wenn wir Loslösung lernen, stärken wir unsere Seele und bereiten sie auf das Leben nach dem Tod vor. Loslösung hilft der Seele, sich dem Göttlichen zuzuwenden und geistig weiter zu wachsen.

 

Fragen zur Reflexion

Was bedeutet Loslösung für mich persönlich?

An welchen Dingen oder Erwartungen halte ich vielleicht zu stark fest?

Wann habe ich erlebt, dass Loslassen mir inneren Frieden gebracht hat?

Wie kann ich im Alltag üben, weniger von Lob, Besitz oder Meinungen anderer abhängig zu sein?

Welche kleine Handlung könnte ich heute tun, um Loslösung zu praktizieren? 

 

Ermutigung statt Belohnung

Aus individualpsychologischer Sicht bedeutet Mut nicht, keine Angst zu haben. Mut heißt, trotz Unsicherheit einen Schritt zu wagen. Kinder brauchen dabei keine Belohnungen – sie brauchen Ermutigung.

Rudolf Dreikurs schrieb:
„Kinder brauchen Ermutigung wie eine Pflanze das Wasser.“
Ermutigung richtet den Blick auf das, was das Kind versucht, nicht nur auf das Ergebnis. Sie vermittelt: „Du bist wichtig. Du darfst Fehler machen. Du schaffst das.“

Belohnungen – Punkte, Süßes, Versprechen – wirken nur kurz. Sie lenken den Blick weg vom eigenen inneren Antrieb. Das Kind lernt: „Ich tue etwas, damit ich etwas bekomme.“
Ermutigung dagegen stärkt Mut und Selbstvertrauen. Sie vermittelt:
„Ich tue etwas, weil ich etwas kann. Weil ich einen Beitrag leisten möchte.“

Alfred Adler beschreibt das so:
„Ermutigung ist mehr als Lob. Sie schenkt dem Kind das Gefühl von Vertrauen in die eigene Kraft.“

Mut entsteht, wenn Kinder erleben:

  • Ich werde ernst genommen.
  • Meine Mühe zählt – nicht nur das Ergebnis.
  • Ich darf Fehler machen und weiterlernen.
  • Ich darf meine Meinung sagen.

So wächst Mut nicht durch Druck und nicht durch Belohnung, sondern durch das Gefühl von Zugehörigkeit, Vertrauen und Wert.

Gedanken zum Thema "Mut", um mit Kindenr darüber zu sprechen:

 

MUT – was bedeutet das?

Mut heißt trotz Angst etwas Gutes zu tun.
Mutige Menschen sind nicht diejenigen, die keine Angst haben – sie handeln, obwohl sie Angst haben.
Mut ist eine Kraft, die uns hilft, ehrlich zu sein, zu uns selbst zu stehen, anderen zu helfen und Neues zu lernen.

Wie zeigt sich Mut im Alltag?

  • Mut ist, die Wahrheit zu sagen, auch wenn es unangenehm ist.
  • Mut ist, jemanden zu verteidigen, der geärgert wird.
  • Mut ist, etwas Neues auszuprobieren – Fahrradfahren lernen, zum Arzt gehen, auf einer Bühne stehen.
  • Mut ist auch leise – z. B. um Hilfe bitten oder sagen: „Ich weiß das noch nicht.“

Fragen zum Mitdenken:

  • Hast du schon einmal jemanden getröstet, obwohl andere gelacht haben?
  • Warst du schon nervös, hast es aber trotzdem versucht?
  • Wie fühlt es sich an, wenn man mutig war?
  • Wann hast du etwas geschafft, von dem du erst dachtest, es wäre zu schwer?
  • Was könntest du jemandem sagen, der sich etwas noch nicht traut?

Fehler gehören dazu
👉 Menschen wachsen, wenn sie Fehler machen.
Wenn wir etwas versuchen, können wir hinfallen. Aber jeder Fehler zeigt, dass wir mutig waren und etwas gelernt haben.
Niemand ist perfekt, und Übung macht stark.

Fragen:

  • Was hast du schon gelernt, weil du zuerst einen Fehler gemacht hast?
  • Wie kann man jemanden unterstützen, der gerade etwas nicht geschafft hat?

Mut im Herzen

  • Mut beginnt im Inneren:
  • an sich glauben
  • freundlich sein
  • sich entschuldigen können
  • für Gerechtigkeit eintreten

Manchmal ist Mut laut, manchmal leise.
Und Mut wächst, wenn wir uns gegenseitig ermutigen.

„Ich probiere es!“ – „Ich gebe nicht auf!“ – „Ich glaube an mich!“

 

👉 Und sehr wichtig:
Manchmal denken wir, etwas ist schwer nur weil wir es noch nie gemacht haben.
Wenn wir mutig sind und es versuchen, merken wir oft:
„Oh! Das war ja gar nicht so schlimm!“

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Ermutigung ist erlernbar!

MUT TUT GUT-ERMUTIGUNGSTRAINING SCHOENAKER KONZEPT

Das Einzige was wir brauchen, um die Aufgaben in unserem Leben erfolgreich zu bewältigen, ist MUT. Mut entwickelt sich nur aus einem gesunden Selbstwertgefühl. Mut ist das Vertrauen in die eigene Fähigkeit, mit allem was das Leben mit sich bringt, fertig zu werden. In unserer heutigen Gesellschaft voll Stress, Mobbing und Leistungsdruck fühlen sich viele Menschen täglich unsicher und belastet. Doch nicht immer sind es nur die Gegebenheiten und Verhältnisse, die uns blockieren oder belasten, sondern oft ist es unsere eigene Denkweise, die uns daran hindert, Lösungen zu finden oder bessere Wege zu beschreiten. Genau hier ist Mut gefragt: Mut, Ziele zu formulieren, Entscheidungen zu treffen, unabhängig zu sein vom Urteil anderer, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, die eigenen Fähigkeiten wahrzunehmen und ein- bzw. umzusetzen. Eine Voraussetzung dafür ist Selbstermutigung.

Ermutigung ist ein Vorgang, der dahin führt, dass der Mensch an sich und seine Möglichkeiten glaubt.

WER ERMUTIGT WIRD, BLÜHT AUF

Jeder Mensch (Erwachsene und Kind) kann nur dann sein Potential entfalten und sein Bestes geben, wenn er Selbstwertgefühl entwickelt und er sich zugehörig und angenommen fühlt- so wie er ist. Durch Ermutigung kommt ein Prozess in Gang, der zu mehr Selbstsicherheit führt,
Die Ermutigung bewirkt eine Weiterentwicklung der Persönlichkeit, eine positivere Sichtweise auf uns und unsere Mitmenschen und somit ein zufriedeneres Leben.

 

ERMUTIGUNG IST ERLERNBAR 

Der aktive Vorgang des Ermutigens kann erlernt werden. Jeder Mensch kann trainieren, mutiger zu werden - und zwar im Encouraging-Training. Durch Üben werden neue, positive Denk- und Verhaltensmuster zur Gewohnheit. Hat er es einmal gelernt, ist er auch fähig, andere aktiv zu ermutigen. Es kommt zu einer Verbesserung der Beziehung zu den Mitmenschen (Kinder, Partner, Freunde, Kollegen etc.). 

Mehr Info zum Ermutigungstraining bei Sandra Sobhian: 0699/17288551 oder info@oase-ebreichsdorf.at

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